Die Studienstiftung des deutschen Volkes bietet jedes Jahr mehrere Auslandstreffen für ihre Stipendiaten (zu denen ich mich glücklicherweise auch zählen darf :)) in verschiedenen Regionen der Welt an. Eines dieser Treffen findet immer in Nordamerika statt und dazu sind alle Stipendiaten, die zu diesem Zeitpunkt in den USA oder Kanada studieren, eingeladen. Ich hatte natürlich gehofft, dass die Veranstaltung dieses Jahr irgendwo an der Ostküste stattfinden würde, da ich dann für ein Wochenende hätte kostenlos dorthin fliegen können. Aber wie man es sich schon denken kann, hat das Treffen diese Jahr in San Diego stattgefunden 🙂 Dadurch war es mir zwar nicht vergönnt eine andere Stadt in den USA oder Kanada zu besuchen, aber das positive ist, dass ich auch keine so großen Anreisestrapazen hatte (20 Minuten mit dem Auto nach Downtown ;)).
Das Auslandstreffen begann am Freitag letztes Wochenende mit einer Begrüßung von Seiten der Stiftung im Convention Center in San Diego. Insgesamt haben dieses Jahr 170 Studenten aus ganz verschiedenen Fachrichtungen und Studienorten an dem Treffen teilgenommen. Nachdem die Agenda für das Wochenende vorgestellt worden war und alle „Eröffnungsreden“ gehalten worden waren, machten wir uns alle zusammen auf den Weg zum ersten Highlight. Abends hatten wir nämlich ein Deck auf einem Schiff gemietet und machten damit eine etwa dreistündige Rundfahrt durch die San Diego Bay mit Abschluss vor der beleuchteten Skyline von San Diego und Coronado. Das Schiff war deutlich größer, als ich es mir vorgestellt hatte (ich glaube da passten so 400 Leute drauf) und wir bekamen neben einer tollen Aussicht auch ein sehr gutes Essensbuffet geboten.
Der Samstag startete dann mit verschiedenen Workshops, wobei ich mich für eine Case Study der Boston Consulting Group zum Thema selbstfahrende Autos eingetragen hatte. Wie zu erwarten, war es ein sehr interessanter und lehrreicher Morgen. Was mich immer wieder an solchen Treffen der Studienstiftung fasziniert ist, dass so viele Ideen zusammenkommen, aufgrund der Tatsache, dass alle Teilnehmer einen anderen studentischen Hintergrund haben. Nach einem kurzen Mittagesse folgte am Nachmittag dann ein Freizeitprogramm, wobei ich mich für einen Spaziergang in der Mission Bay mit anschließendem Besuch des Strandes (ich überlebe ja keinen Tag ohne meinen heißgeliebten Strand :P) entschieden hatte. Bevor es dann zum eigentlichen Abendprogramm des Treffens ging, nahm ich noch die Chance wahr, beim BCG (Boston Consulting Group) Coffee Chat, sowohl leckere Cookies zu essen, als auch ein paar Fragen an die Consultants, die uns das ganze Wochenende begleiteten, zu stellen. Es war super interessant sie nach ihren Erfahrungen und Eindrücken zu fragen. Abends hatten wir dann eine Location namens „The Abbey“ gemietet, die als etwas noblerer Veranstaltungsort für zum Beispiel Hochzeiten dient. Dort hatten wir ein Dinner (also das Essen war geschmacklich super, aber wie man sich denken kann, für mich nicht annährend genug :)) das durch eine Rede und eine grandiose musikalische Darbietung von einem der Stipendiaten abgerundet wurde.
Sonntags fanden wir uns dann noch einmal zusammen, um die Sprecherwahlen für den Raum Nordamerika durchzuführen und zum Abschluss wurde noch eine Rede zur Immigration in die USA gehalten.
Alles in allem blicke ich auf ein super spannendes, ereignisreiches und intensives Wochenende zurück. Es ist nicht immer einfach sich an einem Wochenende gefühlt hundert Mal selber vorzustellen und zu erzählen, was seine Pläne für die nächsten Monate sind, aber ich glaube, dass genau das diese Treffen auch immer so besonders macht. Man trifft sehr viele inspirierende und clevere Menschen und kann alleine durch den Austausch sehr viele neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln. natürlich war auch das Hauptprogramm sehr gelungen, wobei ich die Gespräche zwischendurch fast noch mehr schätze. Ich bin der Studienstiftung sehr dankbar, dass sie solche Veranstaltungen ermöglicht und hoffe, dass ich auch in den nächsten paar Monaten noch davon profitieren kann.
