Yosemite Nationl Park – Tag 2

Der zweite Tag im Yosemite Nationalpark begann für mich bereits sehr früh. Da eine Reservierung über die Warteliste nur für einen Tag gültig ist, hatten wir bereits am Abend zuvor beschlossen, es wieder am Camp 4 zu probieren, um einfach die Sicherheit eines Zeltplatzes zu haben. Also machten Henryk (ebenfalls ein deutscher Student der mit dem auf dem Trip war) und ich uns morgens um 05:30 Uhr!!!!! auf den Weg. Das einzig Positive daran war, dass wir mit dem Auto fuhren und die Heizung auf volle Stärke drehen konnten, denn mein Gesicht war während der Nacht zu einem Eiszapfen geworden (es waren um die 0 Grad Celsius gewesen). Als wir am Camp 4 ankamen waren wir auch noch recht positiv, da wir ja dieses Mal bereits 2,5 Stunden vor Einlass da waren. Also packten wir unser Frühstück zusammen und machten uns auf den Weg zum Kiosk. Dort angekommen waren wir dann ein wenig geschockt, denn es wurden lediglich 17 Personen ein Ticket gegeben und obwohl wir dachten, dass wir früh an wären, gab es Leute, die die ganze Nacht in der Schlange geschlafen haben 😀 . Sie lagen dort in Schlafsäcken auf den Boden, und ich bin mir sicher, dass einige das auch nicht überlebt haben 😛 , denn es muss ihnen ja richtig kalt geworden sein. Wir sahen dann relativ schnell ein, dass das wieder nichts werden würde und ganz ehrlich, den armen Teufeln auf dem Boden gönnten wir das auch 🙂 . Also machten wir uns auf den Weg zum Reservierungszentrum und stellten uns dort in die Schlange für die Wartelist. Hier waren wir dieses Mal dritter und konnten uns damit ziemlich sicher sein, einen Platz zu bekommen.

Nachdem wir uns eingetragen hatten, fuhren wir zurück zu unserem Zelt und nach einem kurzen Frühstück bauten wir das Zelt ab und verstauten alles wieder in meinem Auto. Das war halt ein bisschen unglücklich, da wir den Platz ja nur für eine Nacht bekommen hatten, allerdings ging das Abbauen viel schneller als gedacht und wir bekamen auch alles gut verstaut.

Anschließend machten wir uns auf den Weg zu den Yosemite Falls. Dabei handelt es sich um einen Wasserfall, der von den Bergen die das Tal umranden herabfällt. Der Aufstieg zu den Falls war nicht wirklich weit, allerdings musste man ein paar Höhenmeter überwinden und teilweise war der Aufstieg auch relativ beschwerlich. Dafür wurde man aber zunächst mit einer grandiosen Aussicht entlohnt und als wir dann zu dem eigentlichen Highlight dem Wasserfall kamen, dachte keiner mehr an den Aufstieg. Man kann sich das so vorstellen, wie aus Filmen, wenn man einen idyllischen kleinen See in Mitten von Bergen gelegen sieht. Das Wasser ist sehr klar und dann kommen verschiedene Plateaus und das Wasser fällt von einem Plateau auf das nächste, bevor es dann letztendlich den Bergrand überwindet und hunderte von Meter in die Tiefe stürzt. Während des ganzen Tages hatten wir strahlenden Sonnenschein und das war dann noch das I-Tüpfelchen. Dieser Teil des Parks ist auch nicht mit dem Auto erreichbar, was sehr positiv ist, da man dadurch keine Tagestouristen hat und der Weg nicht so überlaufen ist. Wir hätten hier glaube ich den ganzen Tag bleiben können, hätten wir nicht um drei Uhr wieder am Reservierungszentrum sein müssen. Also machten wir uns wieder an den Abstieg. Der war dann nicht mehr ganz so schön, da das ganze kein Rundweg ist und man denselben Weg nochmal nach unten muss. das ist teilweise nicht ganz so einfach und auch ein wenig gefährlich, da ja auch immer Gegenverkehr ist, von Leuten die auf den Berg wollen. Man sollte bei dieser Wanderung auf jeden Fall ordentliche Schuhe tragen und genügen Wasser und Proviant dabeihaben.

Letztendlich schafften wir es dann aber doch um drei Uhr wieder zurück zu sein, bekamen einen neuen Zeltplatz und richteten uns hier wieder gemütlich 😉 ein. Diese Mal kauften wir uns zwei Kisten Feuerholz, da wir nach dem Essen nicht ganz so müde waren und so genossen wir die Ruhe des Yosemite Parks am Lagerfeuer, wie sich das für richtige Camper gehört 😉 . Doch bevor wir uns diesem Abendprogramm widmeten hatten wir noch ein wenig Zeit gehabt, den Park zu erkunden. Das würde ich auch jedem raten, wir hatten uns einfach mit dem Auto auf den Weg gemacht und im Yosemite gibt es rechts und links der Straße immer wieder Ausbuchtungen, in denen man anhalten kann und von denen aus man zu Bächen, Brücken oder sonstigen Highlights der Natur spazieren kann. Und tatsächlich bin ich der Meinung, dass man dort überall anhalten kann, da es immer wieder etwas Neues zu bestaunen gibt.

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