Nachdem wir eine Nach in Flagstaff verbracht hatten, brachen wir schon früh morgens wieder in Richtung des Grand Canyon auf. Am zweiten Tag hatten wir uns vorgenommen in den Grand Canyon hineinzuwandern. Dazu gibt es zwei Wanderwege, die als Rundweg laut der Touristeninformation jedoch über einen Tag beanspruchen, und deshalb beschlossen wir den Bright Angel Trail so weit zu laufen. Das „Problem“ beim Wandern im Grand Canyon ist, dass man zunächst immer nach unten läuft und den schwierigen Aufstieg erst auf dem Rückweg hat. Deshalb sollte man laut deer Touristeninformation immer genügend Zeit einplanen.
Die Wanderung im Grand Canyon war super gut. Anfangs waren die Wege noch ziemlich voll mit Touristen, doch je weiter man nach unten kam, desto ruhiger und dementsprechend schöner wurde es auch. Es ist schon atemberaubend an den Felswänden hinaufzuschauen und sich die Frage zu stellen, wie die Natur im Stande ist so etwas zu formen. Wir wanderten bis zu den Indian Gardens. Im Nachhinein hätten wir auch noch weiter zum Colorado River laufen können, da wir den Wanderweg deutlich schneller beendeten, als auf der Wanderbroschüre vorgegeben war. Aber auch so hat sich der Trip richtig gelohnt und nach einer kleinen Picknick Pause im Grand Canyon machten wir uns wieder an den Aufstieg. Diesen fand ich im Nachhinein betrachtet gar nicht so schwierig. Natürlich mussten wir einige Höhenmeter überbrücken, doch der Weg war sehr angenehm und da haben wir in den USA definitiv schon schwierigere Wanderungen gehabt 🙂 .
Anschließend fuhren wir noch für den Sonnenuntergang zum Desert View Point, von dem aus man auch einen super Blick auf den Colorado River hat. Allerdings war auch dieser Aussichtspunkt überfüllt mit Touristen.
In der frühen Abenddämmerung machten wir uns dann auf den Weg nach Page, wo wir uns ein Zimmer im Super 8 reserviert hatten. Nachdem wir dort eingecheckt hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant, was sich an diesem Donnerstag als schwierigste Herausforderung herausstellt. Das Problem war, dass heute der Thanksgiving Feiertag war und deshalb sehr viele Restaurants gar nicht geöffnet waren. Dazu kam, dass Page eine einzige Touristenstadt ist, die nicht wirklich viel Auswahl liefert und überhaupt keinen Internetempfang hat 🙂 . Letztendlich fanden wir ein chinesisches Buffet bei dem wir noch einen Platz bekamen.
