Las Vegas

Nachdem ich über Weihnachten für zwei Wochen zurück nach Deutschland geflogen bin, habe ich am 4. Januar wieder die Rückreise in die USA angetreten. Da ich einen Direktflug von Frankfurt nach Las Vegas bekommen hatte, beschloss ich mit Raphael (einem Bekannten aus San Diego), noch für ein Wochenende in der Spielstadt 🙂 zu bleiben. Wir hatten mit ein wenig Glück eine relativ preiswerte „Suite“ im Marriott Grand Chateau nicht weit vom Strip weg bekommen. Nachdem wir donnerstags unser Zimmer bezogen hatten, machten wir uns also auf den Weg die Stadt zu erkunden. Und jetzt schonmal vorab, viel zu erkunden gibt es hier nicht 🙂 . Las Vegas ist genau wie man es sich vorstellt und aus Filmen kennt. Am Strip reiht sich ein riesiges Hotel an das nächste. Ich glaube nicht, dass man sonst irgendwo auf der Welt so viele Menschen in einem so kleinen Gebiet beherbergen kann. Aber es handelt sich bei den Hotels nicht nur um einfache Gebäude mit Zimmern, sondern, und genau das ist auch das eigentlich einzig sehenswerte in Las Vegas, es handelt sich um richtige Kunstwerke. Egal ob das Excalibur als Burg, das Luxor als Pyramide, das New York New York als Abbild von New York, das Caesare’s Palace als Abbild Roms oder das Venetian als Abbilds Venedig, so hat jedes Hotel sein eigens Thema und ist durchaus sehenswert. Darüber hinaus kann man den Eifelturm besichtigen, dem Brunnenspiel des Bellagio zuschauen (was vor allem Abends ein richtiges Spektakel ist), oder sogar eine Gondelfahrt im Venetian machen.

Jedes Hotel hat dann auch noch sein eigenes Casino, wobei wir nur einmal unser Glück an einem Automaten probiert haben, und natürlich nichts gewonnen haben, getreu nach dem Motto: „Das Haus gewinnt immer!“.

In den Tagen die wir in Las Vegas verbracht haben, wurde uns jedoch auch relativ schnell bewusst, dass, wenn man nicht so viel Interesse am Spielen hat, die Stadt schnell langweilig werden kann. Außer den beschriebenen Hotels gibt es wenig Sehenswürdigkeiten oder Dinge, die man unternehmen kann. Nichtsdestotrotz, waren die Tage schon schön und ich glaube man muss diese Stadt auch einfach mal gesehen haben. Der ganze Prunk (der wenn man genauer hinsieht sowohl übertrieben, als auch nicht immer ganz echt ist), die Lebensweise schon mittags mit Alkohol über die Straßen zu laufen (was hier sogar erlaubt ist, ganz im Gegenteil zum Rest der USA) und sich in den Casinos zu verirren, da sie Tag und Nacht gleich aussehen und so groß wie ganze Dörfer sind, macht den Charme von Las Vegas aus und man kann glaube ich keine Stadt auf der Welt besuchen, die so viele eigene Städte beherbergt 🙂 .

Ich habe am Ende des Las Vegas Trips dann noch eine Übernachtung im Excalibur verbracht, was schon so eine Art Kindheitstraum war, mal in einer Ritterburg zu übernachten, und das war auch schon nicht schlecht 😉 .

Alles in allem müsste ich Las Vegas aber glaube ich jetzt nicht nochmal sehen, da es einfach nicht so die Stadt ist, in die man ein zweites Mal fährt. Verglichen mit San Francisco, San Diego oder Los Angeles hat sie mir dafür einfach zu wenig zu bieten.

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