Miami

Da meine Universität gegen Ende des letzten Jahres den Zeitplan für mein Semester in 2018 geändert hatte, hatte ich noch eine weitere Woche im Januar frei und meine Vorlesungen starteten erst am 17. wieder. Deshalb beschloss ich, nach meinem Aufenthalt in Las Vegas nicht direkt nach Hause zu fliegen, sondern noch einen Abstecher nach Miami zu machen. Gesagt getan, also nahm ich Montag auf Dienstag nachts einen Flieger nach Miami.
Das erste was dort auffällt sobald man aus dem Flugzeug aussteigt, ist die extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Das war ich von Las Vegas oder auch San Diego nicht gewohnt, dagegen ganz angenehm sind die Temperaturen im Januar in Miami, denn obwohl es manchmal ein wenig regnete, hatte ich immer um die 25 Grad Celsius. Ich hatte mir ein Hostel in Miami Beach gebucht und den ersten Tag verwendete ich auch darauf diesen Teil der Stadt zu erkunden. Hier wurde mir relativ schnell klar, dass Miami deutlich schöner ist, als ich es mir erwartet hatte. Ich hatte keine so großen Hoffnungen an die Stadt, da ich der Meinung war, dass ich in den USA die Städte die mich am meisten interessieren bereits gesehen hätten, doch ich wurde eines besseren belehrt 🙂 . Ich wohne zwar in San Diego nicht weit vom Strand weg, doch der Strand in Miami Beach ist schon etwas Besonderes. Darüber hinaus gibt es mit der Lincoln Road auch eine der ersten echten Fußgängerzonen, die ich in den USA gesehen habe. Gegen Abend erwacht dieses Viertel dann endgültig und hat sehr viele schöne Restaurants, belebte und hell beleuchtete Straßen und sehr viele Touristen 😉 zu bieten.
An meinem zweiten Tag kaufte ich mir ein Ticket für einen Hop-On Hop-Off Bus. Dieser brachte mich zunächst nach Miami Downtown, von dort nach Wynwood, Little Havanna, Coconut Island und zu vielen weiteren Orten. Ich war ganz froh mir das Busticket gekauft zu haben, denn erstens galt es für zwei Tag und zweitens ist Miami (ähnlich wie auch San Diego), eine flächenmäßig sehr große Stadt, was bedeutet, dass die Attraktionen sehr weit auseinanderliegen. Nach meiner ersten Rundfahrt, nahm ich den nächsten Bus und machte Stopp in Little Havanna. In diesem Viertel leben sehr viele Exil-Kubaner und genau dieses Flair hat es auch. Es ist super den alten Kubanern beim Domino oder Kartenspiel zuzuschauen und überall Zigarrenläden zu finden. Das einzige Problem das man hier hat, ist dass man mit Englisch zuweilen nicht sehr weit kommt, also hier sollte einem besser nicht der Handy Akku leer gehen, da schon das nach dem Weg fragen schwer werden kann 🙂 . Als nächstes besuchte ich das Viertel Wynwood. Dabei handelt es sich um ein Künstlerviertel, in dem alle Hauswände mit Graffiti besprüht sind. Eigentlich könnte man ja jetzt denken, dass das doch etwas schmutzig wirkt und nicht sehr schön ist, doch hier ist das anders. Das Viertel ist für seine Wynwood Walls sehr berühmt, und mir hat dieser Ort so gut gefallen, dass ich am nächsten Tag direkt nochmal hin bin, aber dazu später mehr. Abends nahm ich dann den letzten Bus zurück nach Miami Beach und schlenderte hier noch ein wenig durch die Straßen, um das Flair einzufangen.
Am dritten Tag startete ich dann etwas später und fuhr wieder mit dem Bus in die Stadt. Wenn man den Gesprächen der Guides des Busses zuhört, wird einem erst einmal klar, dass super viele Filme in Miami spielen oder gespielt haben. Aber für mich ist das auch kein Wunder, da die Stadt wirklich viel zu bieten hat und wunderschön ist. Für diesen Tag hatte ich mir vorgenommen Downtown zu besuchen, Coconut Island, aber das eigentlich Highlight war, dass ich wieder nach Wynwood fuhr. Doch dieses Mal nicht am Tag, sondern in der Abenddämmerung. Das war meiner Meinung nach etwas wirklich Besonderes, da die Wände mit den Gemälden darauf nachts, wenn sie beleuchtet sind, noch um einiges schöner aussehen. Also in diese Stadt habe ich mich absolut verliebt und ich bin mir sicher, dass es nicht das letzte Mal war, dass ich hier war.
Meinen letzten Tag verbrachte ich dann wieder in Miami Beach und schaute mir sowohl das Art Deco Festival an, als auch das World War 2 Memorial, das mich sehr fasziniert hat, und auch ein absolut sehenswerter Ort ist.
Samstags morgens hatte ich dann eigentlich einen sehr frühen Flug von Miami nach Las Vegas, um dort später weiter nach San Diego zu fliegen. Doch diese Reise entpuppte sich als etwas schwierig, da mein Flug, nachdem er über 10 Stunden lang immer wieder verschoben wurde, gecancelt wurde. Das bedeutet, dass ich „glücklicherweise“ Samstag abends noch einen Flug von Miami nach Denver bekam, um dann Sonntag morgens (nach einem sieben stündigen Aufenthalt am Flughafen von Denver 🙂 ) einen Flug von Denver nach San Diego anzutreten. In San Diego angekommen war ich sehr erleichtert, da die Reise von Miami aus dann knapp 28 Stunden gedauert hatte 🙂 . Trotzdem hat es sich absolut gelohnt und Miami hat mir super gefallen.

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