Am ersten Dezemberwochenende bin ich mit drei Freunden für ein Wochenende nach San Francisco geflogen. Wir hatten einen Flug Freitag morgens gebucht, und das war schon das erste Highlight der Reise, denn wir flogen mit Virgin America. Ich bin ja jetzt schon ein paar Mal in meinem Leben geflogen, aber einen so angenehmen Flug hatte ich noch nie. Eigentlich war ich am Ende ein wenig traurig, dass er nur eine Stunde gedauert hat 🙂 . Man hatte super viel Platz für seine Beine, WLAN im Flugzeug, ein kostenloses Entertainment Programm, super pünktliche Abflug und Ankunftszeiten und einen richtig guten Service 🙂
Dementsprechend gut gelaunt kamen wir in SF an, wo ich und ein deutscher Student von der UCSD uns direkt auf den Weg zum Silicon Valley machten. Dort hatten wir uns einen Termin bei Siemens Healthineers organisiert. Darauf freuten wir uns richtig, und unsere Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Wir hatten knapp 2,5 Stunden Zeit sowohl den Standort im Silicon Valley zu besichtigen, als auch alle möglichen Fragen zu stellen. Ein Schwerpunkt des Gespräches mit verschiedenen Managern und Mitarbeitern von Siemens war zum Beispiel, was die Unterschiede in der Arbeitskultur zwischen den USA und Deutschland sind. Es war richtig spannend und interessant und wir waren sehr glücklich, dass wir diese Chance bekommen hatten, denn normalerweise ist es im Silicon Valley sehr sehr schwer an eine private Besichtigung mit Q&A Session zu kommen. Nach dem Besuch von Siemens machten wir uns auf den Weg und schauten uns noch den Google Campus und das Apple Hauptgebäude (den Infinite Loop) an. Dazu muss man sagen, dass es schon ganz schön war die Gebäude mal zu sehen, aber ich glaube nicht, dass ich mir das jetzt nocheinmal anschauen würde, da es so spannend dann auch nicht war. Für uns hat es sich angeboten, da wir sowieso im Silicon Valley waren, aber letztendlich sind es doch nur Bürogebäude und nicht viel mehr (und eine geniale Idee ist mir da jetzt auch nicht gekommen 😉 ). Am späten Nachmittag fuhren wir dann in Richtung San Francisco Downtown, wo auch unser Hostel war (was übrigens richtig richtig gut war 🙂 ). Nachdem wir eingecheckt hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg SF ein wenig zu erkunden. Und dabei ist mir ziemlich schnell klargeworden, dass man sich in diese Stadt auf jeden Fall verlieben kann. Vor allem als Europäer, da das bisher mit Abstand die europäischste Stadt in den USA ist, die ich besucht habe. Dazu zählt zum Beispiel, dass es wirkliche Einkaufsstraßen gibt, in denen man auch mal Menschen auf der Straße trifft 😉 , oder, dass es ein funktionierendes öffentliches Verkehrsnetz gibt 🙂 . Bei Nacht war es sehr schön durch Downtown zu spazieren, vor allem, da wegen der Weihnachtszeit alles sehr schön beleuchtet war.
Den zweiten Tag in SF starteten wir dann an der Golden Gate Bridge. Das ist natürlich ein Muss für den Besuch in dieser Stadt. Und obwohl es „nur“ eine Brücke ist, ist sie schon ziemlich faszinierend und auf jeden Fall einen Ausflug wert. Von dort aus spazierten wir dann zum Palace of Fine Arts und zur berühmten Lombard Street. Auch hier ist es eigentlich wieder nur eine Straße, aber der Ausblick auf die Lombard Street ist so bekannt, dass man es mal gesehen haben muss. Anschließend besuchten wir die USS Pampanito. Das ist ein U-Boot, das mit einem Audio Guide besichtigt werden kann. Nicht weit davon befindet sich der Pier 39, der berühmt für seine Seelöwen und Seehunde ist. Am Nachmittag besuchten wir dann noch den Coit Tower, von dem aus man einen super schönen Blick über ganz SF hat.
Am dritten Tag machte ich mich morgens auf den Weg zu den Twin Peaks. das sind die höchsten Berge in SF und nach einer kleinen Wanderung auf die Spitzen wurde ich mit einem herrlichen Blick über SF und die Bucht belohnt. Anschließend wollte ich mit dem Bus zum Golden Gate Park fahren. Und machte Erfahrung mit dem Bussystem in SF 🙂 . Google maps zeigte mir die nächste Haltestelle an, zu der ich laufen sollte, um den nächsten Bus in fünf Minuten zu bekommen. Also machte ich mich auf zu diesem Punkt, doch als ich dort ankam, suchte ich vergebens nach einem Schild, oder eine Haltestelle. Auch auf der Straße war nichts geschrieben. Also fing ich an zu zweifeln, ob ich an der richtigen Stelle bin, doch entsprechend der Zeit von Google Maps kam wirklich ein Bus, hielt in der Straße in der zweiten Reihe neben parkenden Autos und lies mich einsteigen 🙂 . So etwas habe ich noch nie gesehen und ich frage mich auch immernoch, woher man sehen soll, dass dort eine Haltestelle ist, aber ok 🙂 . Angekommen im Golden Gate Park spazierte ich ein wenig durch den Park und genoss die Ruhe. Ich glaube alleine hier könnte man einen ganzen Tag verbringen, doch ich machte mich nach etwa einer Stunde auf den Weg in Richtung Golden Gate Bridge. Dieses Mal spazierte ich jedoch von Westen zur Brücke, um auch diesen Teil von San Francisco erkunden zu können. Hier kann man super gut wandern gehen und es ist nicht ganz so überfüllt mit Touristen, wie wenn man sich von der Ostseite der Brücke nähert.
Montag morgens ging dann unser Rückflug von San Francisco nach San Diego. Alles in allem hatte ich ein richtig schönes Wochenende in SF. Auch hier hat eigentlich wieder alles gestimmt, und sogar das Wetter hat Anfang Dezember mitgespielt und war deutlich besser, als wir es eigentlich vermutet hätten.

Hi Jonas, das liest sich ja Klasse was du alles treibst. Bei deiner Freude am Wandern brauchst du ja fast kein Auto mehr. Wenn du ja an Weihnachten zurück kommst und Zeit hast, können wir uns ja mal treffen. Was macht dein Studium überhaupt, und der Deutschunterricht bei deiner Gastfamilie. Dann lass es dir noch Gut gehen und Gruß an deine Mitstreiter.
Hallo Ernst,
also das mit dem Studium läuft bisher alles super. Das Niveau und der Arbeitsaufwand ist nicht mit einer deutschen Uni zu vergleichen, aber das ist hier glaube ich relativ normal.
In meiner Gastfamilie ist es auch richtig gut, und Alana versteht mich immer besser wenn ich mit ihr Deutsch rede 🙂
Also bisher kann ich mich nicht beschweren 🙂
LG
Jonas