Mitte letzter Woche habe ich relativ spontan mit Raphael entschieden, für ein paar Tage nach Phoenix zu fahren. Die Hauptstadt Arizonas liegt etwa sechs Stunden mit dem Auto von San Diego entfernt und so machten wir uns freitags morgens auf den Weg dorthin. Wir hatten uns eine Unterkunft in der Nähe des Flughafens gebucht, wobei der Flughafen ähnlich wie in San Diego mitten in der Stadt liegt 🙂 . Bei der Ankunft waren wir ein bisschen „enttäuscht“ über die Gegend, die keinen so guten Eindruck machte, doch dafür hatten wir mit unserem Motel richtig Glück. Wir bekamen nämlich beim Einchecken ein kostenloses Upgrade und so hatten wir für zwei Nächte ein Zimmer mit einem eigenen Jacuzzi 😀 . Nach der Ankunft machten wir uns auf den Weg nach Scottsdale. Das ist eine kleine Stadt am Rande von Phoenix, die vor allem durch ihr Stadtzentrum besticht. Dort sieht es nämlich genau so aus, wie man es sich aus einem Western vorstellt 🙂 . Nachdem wir ein bisschen umherspaziert waren und das gut Wetter (sonnige 28 Grad) genossen hatten, machten wir uns auf den Weg nach Downtown Phoenix. Dort peilten wir die Basketball Arena an, da wir uns für ein NBA Spiel der Phoenix Suns gegen die New York Knicks Tickets gekauft hatten. Es war super, die Atmosphäre im Stadion zu erleben, auch wenn das Spiel nicht sehr hochklassig war. Letztendlich ist es doch interessant die Show zu sehen, die die Amerikaner rund um so ein Spiel machen.
Samstags brachen wir dann zum Comelback Mountain auf. Das ist ein Berg von dem aus man eine super Sicht über ganz Phoenix und Umgebung hat. Wir wählten Echo Canyon Trail zum Aufstieg. Das erste Problem war, dass wir dort keinen Parkplatz bekamen, also mussten wir in der Nähe bei einem Hotel parken. Zum Glück war denen das Problem schon bekannt und das Personal war sehr freundlich zu uns 🙂 . Danach machten wir uns also an die Wanderung und die hatte es dann schon ein bisschen in sich. Wir sind ja hier in San Diego schon ein wenig gewandert, aber das hier war schon zum Teil richtiges klettern. Dafür wurde man dann auf dem Gipfel wirklich mit einer atemberaubenden Sicht belohnt. Ich frage mich nur, ob es überhaupt möglich ist, den Berg im Sommer zu erklimmen, da es dann in dieser Region bis zu 45 Grad Celsius werden können, und schon um Januar ist es ja noch ziemlich warm (Wüste halt 😉 ) Nach der Wanderung machten wir uns auf den Appache Trail zu „fahren“. Dabei handelt es sich um eine sehr schöne Straße, die zum Roosevelt Lake führt. Leider konnten wir den Weg nichtmehr komplett abfahren, da es dunkel wurde, doch auch so, war es super schön die atemberaubende Landschaft zu sehen. Außerdem machten wir in Goldfield, einer Geisterstadt halt. Für eine Geisterstadt war sie natürlich sehr belebt, da es sich um eine Touristenattraktion handelte 🙂 . Wir bekamen sogar noch eine echte Wild West Schießerei Show geboten 🙂 . Abends konnten wir dann unseren Jacuzzi genießen.
Sonntags war dann auch schon unser letzter Tag der Reise. Doch anstatt direkt heimzufahren, machten wir noch einen Schlanker durch den Saguro Nationalpark. Dieser ist vor allem bekannt für seine riesigen Kakteen, und wenn ich schreibe riesig, dann meine ich das auch 🙂 . Wir machten eine kleine Wanderung durch ein ausgetrocknetes Flussbett und konnten neben Höhlenbemalungen und der atemberaubenden Landschaft, vor allem die eben genannten Kakteen bewundern. So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen und das war wirklich faszinierend. Mit diesen Eindrücken machten wir uns dann auf den Weg zurück nach San Diego.
Alles in allem war es ein richtig schönes Wochenende, das sich voll gelohnt hat. Wir haben viel zu sehen bekommen und wer weiß wann wir mal wieder die Chance haben die Stadt in der Wüste zu besuchen 🙂
