In einem früheren Beitrag hatte ich ja bereits von meinen Erfahrungen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln berichtet. Da ich der Meinung bin, dass wir auch in Zukunft nicht wirklich gut miteinander klarkommen, habe ich beschlossen mir ein Auto zu kaufen.
Da ich von Autos (außer vom Fahren) keine Ahnung habe, beschloss ich, mir Hilfe in einer Werkstatt in der Nähe meiner Wohnung zu nehmen. Dort kann man Autos vor dem Kauf durchchecken lassen, also eine Art TÜV bekommen, den es übrigens in Amerika nicht gibt (man darf eigentlich jedes Auto so lange fahren wie es noch halbwegs fährt, so sehen auch manche Autos auf den Straßen aus 🙂 ). Also fragte ich die Leute in der Werkstatt, ob sie einen Tipp für mich hätten, wo man am besten ein Auto in San Diego kaufen könnte. Daraufhin boten sie mir sofort ein Auto an, das sie gerade repariert hatten (normalerweise verkaufen sie dort keine Autos, aber das hier hatten sie von einem Kunden aufgekauft). Also machte ich eine Probefahrt mit dem Subaru Legacy 🙂 Das waren dann auch meine ersten Meilen in Amerika als Fahrer 🙂
Das Auto gefiel mir gut und war preislich im Rahmen, also kam ich zu dem Entschluss es zu kaufen. Was ich nicht wusste war, dass damit der Stress erst anfangen würde (ich dachte der Autokauf wäre das Schwere). Aber wie sich herausstellte, ist es viel schwerer eine passende Versicherung zu finden. Dabei liegt die Betonung auf passend. Eine Versicherung für ein Auto bekommt man überall, allerdings ist hier oft die Schutzsumme sehr gering. Dieses Risiko wollte ich nicht eingehen, und versuchte bei der Organisation AAA (amerikanisches Pendant zum ADAC) eine Versicherung zu bekommen. Wie sich nach zwei Tagen engem Kontakt mit dem Versicherungsmensch (über Telefon und Mail 🙂 ) herausstellte, brauchte ich für den Abschluss einer Versicherung einen kalifornischen Führerschein. Um den jedoch zu bekommen brauche ich ein eigenes versichertes Auto (für die praktische Fahrprüfung 🙂 ). Also hier fällt schon der Fehler auf. Also telefonierte ich weiter herum und fand letztendlich eine Versicherung die mir zusagte und nicht zu teuer ist. Der Abschluss dauerte dann gar nicht mehr lange. Anschließend fuhr ich zur Registrierungsstelle und bin seit heute stolzer Besitzer eines versicherten, angemeldeten Subaru Legacy. Ich hoffe, dass das auch die neun Monate so bleibt (bei dem Fahrstil der Amerikaner), aber ich bin guter Dinge.
Das bedeutet, dass ich schon bald auch von eigenen Erfahrungen auf der Straße berichten kann 🙂 Ich kann mir vorstellen, dass mir hier auch einige Sonderheiten begegnen werden.
