Besuch meiner Eltern Tag 3

Da meine Eltern „nur“ drei volle Tage in San Diego waren, war der dritte Tag also unser letzter gemeinsamer Tag, an dem wir noch etwas zusammen unternehmen konnten.

Morgens fuhren wir wieder nach Downtown, um neben dem Zoo, das zweite große Wahrzeichen von San Diego die USS Midway, zu besichtigen. Dabei handelt es sich um einen früheren Flugzeugträger, der zu einem Museum umgewandelt worden ist. Im Preis enthalten ist ein Audio Guide, der einen auf 60 Stationen durch das gesamte Schiff führt. Das war wirklich interessant. Denn man hat nicht nur gesehen, wie die Besatzung auf einem solchen Schiff lebt, oder wie ein Flugzeugträger an sich funktioniert, sondern es war alleine schon beeindruckend mal über das Deck zu laufen und zu realisieren, wie groß ein solches Schiff ist. Außerdem war ich von der ganzen Technik fasziniert, das ist eigentlich unvorstellbar, wie man so etwas vor 60 Jahren schon bauen konnte. Ich glaube man hätte acht Stunden auf dem Schiff verbringen können, doch da wir noch andere Sachen vorhatten, machten wir uns gegen Nachmittag auf den Weg nach La Jolla.

Davon hatte ich in meinem Blog ja schon öfter berichtet. La Jolla ist der Stadtteil von San Diego, der für seine Höhlen und Seelöwen bekannt ist. Hier gingen wir etwas spazieren und stießen auf unserer Tour noch auf ein Wein und Kunst Fest. Doch man kann das nicht wirklich mit einem Wein und Kunst Fests in Deutschland vergleichen, dafür gab es viel zu wenige Essensstände 😛

Zum Abschluss des Tages und somit auch zum Abschluss des Besuches meiner Eltern fuhren wir noch einmal nach Pacific Beach. Hier fand auch ein Strandfest mit verschiedenen Bühnen statt, über das wir schlenderten. Anschließend brachte ich meine Eltern wieder zu ihrer Wohnung und wir verabschiedeten uns, da sie sich am nächsten Tag sehr früh auf den Weg zum Grand Canyon gemacht haben.

Alles in allem waren es drei super schöne Tage für mich mit meinen Eltern. Ich hatte das Gefühl, dass es ihnen hier in San Diego sehr gut gefallen hat, was mich aber ehrlich gesagt auch nicht wirklich verwundert, da man diese Stadt eigentlich nur lieben kann :). Es wird für jeden etwas geboten, egal ob Kultur oder Strand.  Ich muss dazusagen, dass Mama und Papa in den drei Tagen sehr pflegeleicht waren :), das liegt glaube ich daran, dass wir auch ähnliche Interessen haben, so haben sie sich zum Beispiel relativ selten darüber beschwert, dass wir so viel durch die Gegend gelaufen sind, um uns Sachen anzuschauen ;). Sie haben glaube ich auch die Vorteile, einen Fremdenführer in San Diego zu haben, genossen. Deshalb lade ich auch immer jeden hierher ein, da man die Chance wahrscheinlich nicht mehr so häufig bekommt, jemanden in San Diego zu besuchen und dann auch noch ein Touristenprogramm von einem schon fast Einheimischen 😉 gezeigt zu bekommen.

 

Besuch meiner Eltern Tag 2

Nachdem der erste Tag mit meinen Eltern in San Diego richtig schön war, startete ich auch in den zweiten Tag mit sehr vielen Erwartungen. Morgens machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Cabrillo National Monument. Dabei handelt es sich um einen Park, der sich südlich von Ocean Beach befindet, und der zum einen einen grandiosen Blick auf Downtown San Diego und Coronado (dazu später noch mehr) bietet, und zum anderen auch für Spaziergänge entlang der Klippen sehr geeignet ist. Als wir dort ankamen, sahen wir einige Frauen mit Fahnen an einem Aussichtspunkt stehen und wie sich herausstellte, stach an diesem Tag ein Flugzeugträger der US Navy von San Diego in Richtung Persischer Golf in See. Leider verpassten wir die Ausfahrt aus der Bucht von San Diego ganz knapp, da wir gerade auf einem Spaziergang waren, aber wir konnten das Schiff noch auf dem Meer fahren sehen. Dabei waren zwei Sachen sehr interessant. Zum Ersten, hat man glaube ich nicht oft die Möglichkeit einen Flugzeugträger in Aktion zu sehen, das ist schon sehr beeindruckend, doch was ich noch spannender fand war, wie die Angehörigen auf dem Aussichtspunkt sich verhalten haben. Dort waren viele Angehörige der Besatzung des Schiffes, und egal, ob Großeltern, Eltern oder Ehepartner, man konnte ihnen natürlich die Trauer über den Abschied ansehen, aber auch den Stolz den se hatten. Das erlebt man hier in Amerika sehr oft, dass die Menschen stolz auf ihre Soldaten und den Dienst den diese verrichten sind. Es war ein wirklich tolles Erlebnis.

Dazu passt auch, dass wir auf unserem Rückweg an einem Kriegsfriedhof des Militärs haltmachten. Auch hier war es sehr bewegend die vielen Gräber zu sehen. Anschließend fuhren wir nach Coronado. Das ist eine San Diego vorgelagerte Insel, von der aus man einen grandiosen Blick auf die Skyline von San Diego hat. Auf der anderen Seite der Insel befindet sich ein berühmtes Hotel, das wohl schon oft als Filmkulisse gedient hat (zwar nicht in den Filmen die ich schaue, aber das ist ja auch kein Wunder :)), und mit dem dortigen Strand ein super Fotomotiv bildet.

Im Anschluss ging ich mit meinen Eltern zu In-and-Out Burger essen. Das muss man definitiv gemacht haben, wenn man in Kaliforniern ist. Das ist ein Phänomen, aber egal wann man zu In-and-Out kommt, dort ist im Gegensatz zu anderen Fast-Food-Ketten in Amerika immer viel Betrieb. Die Auswahl ist sehr überschaubar, dafür ist der Geschmack (meiner Meinung nach ;)) sehr gut. Nachdem wir uns gestärkt hatten gingen wir noch kurz shoppen, da das in Amerika natürlich nicht fehlen darf. Wenn andere Dinge in den USA echt teuer sein können, Kleider bekommt man hier sehr günstig.

Nachmittags fuhren wir dann gemeinsam zu den Sunset Cliffs. Das ist ein bekannter Ort an der Küste in San Diego, von dem aus man einen sehr schönen Blick auf den Sonnenuntergang über dem Meer hat.

Abends schauten wir uns dann noch Downtown San Diego an und spazierten gemütlich durch das Gaslamp Quarter. Dabei handelt es sich um ein Viertel, das erst abends wirklich zum Leben erweckt wird, da sich hier sehr viele Bars und Restaurants befinden. Das bedeutet, dass ein sehr schönes Treiben herrscht, das man, wenn man nicht gerade schnell irgendwo hinwill, durchaus genießen kann.

Auch dieser Tag mit meinen Eltern war wieder sehr schön. Wir haben super viele Sachen gesehen, und ich denke ich konnte ihnen die Stadt, in der ich noch das nächste halbe Jahr leben werde, ein bisschen zeigen und auch schmackhaft machen ;).

Besuch meiner Eltern Tag 1

Am Mittwoch war es soweit und meine Eltern kamen auf ihrer zweiwöchigen USA Reise zum obligatorischen Überprüfungsbesuch bei mir in San Diego vorbei 🙂 Natürlich habe ich mich schon seit Wochen auf dieses Event intensiv vorbereitet, sei es durch das Putzen meines Zimmers, Autos, der Veranda, … (eigentlich habe ich alles Mögliche geputzt, um einen guten Eindruck zu erwecken ;)) oder durch das Erstellen eines detaillierten Dreitagesplans für den Besuch 🙂

Wie bereits geschrieben kamen meine Eltern am Mittwochabend in ihrer AirBnB Wohnung an. Da ich noch Vorlesungen hatte, konnte ich sie nicht direkt in Empfang nehmen und besuchte sie erst etwas später. Da hatten sie sich schon in ihrem Appartement eingerichtet und hatten bereits den ersten Versuch gewagt Einkaufen zu fahren (nach den Schilderungen zu urteilen, war das nicht so einfach 🙂 ). Nach der Begrüßung war das erste was meine Mama mir machte ein Salat :), sie hat also immer noch Angst ich würde verhungern und mich ungesund ernähren (was natürlich gar nicht der Fall ist :P). Aber ich muss zugeben, dass ich nach den Vorlesungen an der Uni sehr froh war, etwas zu Essen zu bekommen. Abends berichtete ich dann nur noch ein bisschen von meinem Leben hier, aber so richtig los mit unserem Programm ging es erst am Donnerstag.

Um neun Uhr (erste Umstellung für die nächsten Tage, ich bekam nicht annähernd den Schlaf, den ein durchschnittlicher Student am Tag braucht :P) fuhr ich meine Eltern abholen und wir machten uns auf den Weg zum San Diego Zoo. Dieser gilt als eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Am Anfang machten wir eine etwa 30minütige Bustour, um mal eine Orientierung im Zoo zu bekommen, und anschließend machten wir uns auf eigene Faust auf den Weg. Also man muss sagen, dass der Zoo sehr groß ist, viele Tiere zu bieten hat und generell sehr schön angelegt ist, allerdings ist und bleibt es ein Zoo 🙂 Wenn man ein riesiger Fan von so etwas ist, wie zum Beispiel meine Mama, dann muss man die Tour auf jeden Fall machen. Sollte man jedoch nicht so interessiert sein, dann würde ich es nicht empfehlen, wobei die Panda Bären, die wir uns ganz zum Schluss anschauten, schon ein kleines Highlight waren.

Nach der Zoobesichtigung, spazierten wir durch den nahegelegenen Balboa Park, der bei traumhaftem Wetter als super Fotomotiv diente. Neben dem Künstlerviertel sind hier super viele Museen zu finden, für die wir leider keine Zeit hatten, aber auch ohne einen Museumsbesuch ist der Park immer einen Spaziergang wert.

Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Old Town (was als Geburtsstätte Kaliforniens zählt). Dort gingen wir in ein typisch mexikanisches Restaurant zu Mittag essen. Gestärkt machten wir uns dann auf den Weg und erkundeten Old Town mit seinen Gebäuden und dem besonderen Western-Flair.

Als Abschluss des Tages brachte ich meine Eltern nach Pacific Beach (dort wo ich wohne). Das mache ich gerne, da man dann den Neid in den Augen sehen kann, wenn ich zeige, wo ich Wohne :P. Ich zeige ihnen natürlich meine zwei wichtigsten Bezugspunkte, den Strand und meinen Stammsupermakt :). Nachdem wir uns am Strand ein bisschen entspannt hatten und uns mit einem Eissandwich gestärkt hatten, schauten wir uns noch den Sonnenuntergang am Strand an.

Nach einem langen Tag fuhr ich meine Eltern zurück in ihre Wohnung und wir vereinbarten den Plan für den nächsten Tag. Der erste Tag war richtig schön gewesen, wobei ich auch gestehen muss, dass meine Eltern (im Urlaub :P) sehr pflegeleicht sind ;). Sie haben sich über nichts beschwert und es war super schön ihnen die ganzen Sachen zu zeigen.

Auslandstreffen der Studienstiftung des deutschen Volkes

Die Studienstiftung des deutschen Volkes bietet jedes Jahr mehrere Auslandstreffen für ihre Stipendiaten (zu denen ich mich glücklicherweise auch zählen darf :)) in verschiedenen Regionen der Welt an. Eines dieser Treffen findet immer in Nordamerika statt und dazu sind alle Stipendiaten, die zu diesem Zeitpunkt in den USA oder Kanada studieren, eingeladen. Ich hatte natürlich gehofft, dass die Veranstaltung dieses Jahr irgendwo an der Ostküste stattfinden würde, da ich dann für ein Wochenende hätte kostenlos dorthin fliegen können. Aber wie man es sich schon denken kann, hat das Treffen diese Jahr in San Diego stattgefunden 🙂 Dadurch war es mir zwar nicht vergönnt eine andere Stadt in den USA oder Kanada zu besuchen, aber das positive ist, dass ich auch keine so großen Anreisestrapazen hatte (20 Minuten mit dem Auto nach Downtown ;)).

Das Auslandstreffen begann am Freitag letztes Wochenende mit einer Begrüßung von Seiten der Stiftung im Convention Center in San Diego. Insgesamt haben dieses Jahr 170 Studenten aus ganz verschiedenen Fachrichtungen und Studienorten an dem Treffen teilgenommen. Nachdem die Agenda für das Wochenende vorgestellt worden war und alle „Eröffnungsreden“ gehalten worden waren, machten wir uns alle zusammen auf den Weg zum ersten Highlight. Abends hatten wir nämlich ein Deck auf einem Schiff gemietet und machten damit eine etwa dreistündige Rundfahrt durch die San Diego Bay mit Abschluss vor der beleuchteten Skyline von San Diego und Coronado. Das Schiff war deutlich größer, als ich es mir vorgestellt hatte (ich glaube da passten so 400 Leute drauf) und wir bekamen neben einer tollen Aussicht auch ein sehr gutes Essensbuffet geboten.

Der Samstag startete dann mit verschiedenen Workshops, wobei ich mich für eine Case Study der Boston Consulting Group zum Thema selbstfahrende Autos eingetragen hatte. Wie zu erwarten, war es ein sehr interessanter und lehrreicher Morgen. Was mich immer wieder an solchen Treffen der Studienstiftung fasziniert ist, dass so viele Ideen zusammenkommen, aufgrund der Tatsache, dass alle Teilnehmer einen anderen studentischen Hintergrund haben. Nach einem kurzen Mittagesse folgte am Nachmittag dann ein Freizeitprogramm, wobei ich mich für einen Spaziergang in der Mission Bay mit anschließendem Besuch des Strandes (ich überlebe ja keinen Tag ohne meinen heißgeliebten Strand :P) entschieden hatte. Bevor es dann zum eigentlichen Abendprogramm des Treffens ging, nahm ich noch die Chance wahr, beim BCG (Boston Consulting Group) Coffee Chat, sowohl leckere Cookies zu essen, als auch ein paar Fragen an die Consultants, die uns das ganze Wochenende begleiteten, zu stellen. Es war super interessant sie nach ihren Erfahrungen und Eindrücken zu fragen. Abends hatten wir dann eine Location namens „The Abbey“ gemietet, die als etwas noblerer Veranstaltungsort für zum Beispiel Hochzeiten dient. Dort hatten wir ein Dinner (also das Essen war geschmacklich super, aber wie man sich denken kann, für mich nicht annährend genug :)) das durch eine Rede und eine grandiose musikalische Darbietung von einem der Stipendiaten abgerundet wurde.

Sonntags fanden wir uns dann noch einmal zusammen, um die Sprecherwahlen für den Raum Nordamerika durchzuführen und zum Abschluss wurde noch eine Rede zur Immigration in die USA gehalten.

Alles in allem blicke ich auf ein super spannendes, ereignisreiches und intensives Wochenende zurück. Es ist nicht immer einfach sich an einem Wochenende gefühlt hundert Mal selber vorzustellen und zu erzählen, was seine Pläne für die nächsten Monate sind, aber ich glaube, dass genau das diese Treffen auch immer so besonders macht. Man trifft sehr viele inspirierende und clevere Menschen und kann alleine durch den Austausch sehr viele neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln. natürlich war auch das Hauptprogramm sehr gelungen, wobei ich die Gespräche zwischendurch fast noch mehr schätze. Ich bin der Studienstiftung sehr dankbar, dass sie solche Veranstaltungen ermöglicht und hoffe, dass ich auch in den nächsten paar Monaten noch davon profitieren kann.

Wanderung zum Potato Chip Rock

We finally made it! Nachdem wir einen schon lange geplanten Ausflug zum Potato Chip Rock aus diversen Gründen glaube ich schon 20 Mal verschoben hatten, haben ich und vier weitere Studenten, die zurzeit in San Diego sind, es endlich geschafft, uns eine der natürlichen Sehenswürdigkeiten San Diegos, den Potato Chip Rock anzuschauen. Dabei handelt es sich um einen Felsen, der die Form eines Kartoffelchips haben soll 🙂

Zu diesem Stein führt keine Straße, sondern man muss dorthin wandern. Also packten wir heute Morgen unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg. Wir wussten, dass es kein einfacher Wanderweg ist, doch dass wir so viele Höhenmeter überbrücken mussten, damit hatten wir nicht gerechnet. Zumal wir uns vor Beginn bei einem Wanderer der uns entgegen kam erkundigten, wie lange es denn dauern würde, bis wir auf dem Berg ankommen würden. Und ich bezweifele wirklich, dass wir so sportlich ausgesehen haben, aber er meinte zu uns, dass wir ungefähr 1,25 Stunden brauchen würden. Schonmal vorweg, wir brauchten 2,5 Stunden für den Weg auf den Berg und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man das unter 2 Stunden schaffen soll (so unsportlich sind wir dann auch wieder nicht 🙂 )

Aber trotz dem heißen Wetter, den vielen Höhenmetern und dem langen Weg, hat sich die Tour richtig gelohnt. Nicht wirklich wegen der Hauptattraktion dem Potato Chip Rock (der war als Fotomotiv schon ganz schön, aber jetzt nichts Atemberaubendes), aber zum einen wegen dem Weg an sich und zum zweiten wegen der traumhaften Aussicht vom Gipfel des Berges. Als wir erstmal oben angekommen waren, war das ein richtig gutes Gefühl und wir haben uns lange am Potato Chip Rock ausgeruht, Pick Nick gemacht und die Sonne genossen.

Der Weg runter vom Berg ging natürlich deutlich schneller, aber auch hier war es schön die Natur und die super Aussicht zu genießen.

Nach der langen und anstrengenden Wanderung 😉 belohnten wir uns dann nach einer dringend notwendigen Dusche, mit einem „All you can eat“ chinesisch/amerikanischem Büffet 🙂 (und damit war der Tag absolut gelungen 😉 )

Noch als Nachtrag, ich habe bei dem Wochenende der Studienstiftung mit einem Stipendiaten über diese Wanderung geredet und er meinte, dass er damals eine Stunde angestanden hat, um auf den Potato Chip Rock klettern zu können, also da waren wir wohl ziemlich glücklich, denn bei uns war dort keine Menschenseele 🙂

Schwimmen an den La Jolla Coves

Gestern haben wir zu fünft entschieden, uns mal den Strand von La Jolla aus dem Wasser aus anzuschauen 😉 Ich habe in einem älteren Beitrag schon einmal von La Jolla berichtet. Der Strand dort ist vor allem für seine Seelöwen und Robben (ich kenne den Unterschied zwar aber wenn ich ein Tier sehe, kann ich sie trotzdem nicht auseinander halten 😉 ) bekannt. Aber darüber hinaus besteht die Küste auch aus vielen einzelnen Höhlen. Da wir natürlich nicht wie alle Touristen eine Höhle auf dem Fußweg erkunden wollten, beschlossen wir zu den Höhlen zu schwimmen 🙂 Es war ein atemberaubendes Erlebnis. Die Höhlen sind richtig groß und wenn die Wellen nicht zu hoch sind kann man dort auch drinstehen und einfach nur die Atmosphäre genießen. Ich wundere mich zwar immer noch, dass es uns erlaubt war in die Höhlen zu schwimmen, da es schon ein gutes Stück vom Strand entfernt war und es keine wirkliche Aufsicht gab (aber schon mal vorweg, es haben alle überlebt ;))!

Wie schon gesagt ist La Jolla neben den Höhlen, vor allem für seine Seelöwen die in freier Natur dort leben bekannt. Und ich muss sagen es ist schon sowohl ein mulmiges als auch aufregendes Gefühl, wenn knapp zwei Meter von einem entfernt eines der Tiere vorbeischwimmt und man mit ihnen tauchen kann.

Alles in allem hat sich der Ausflug auf jeden Fall gelohnt, und ich glaube nicht, dass ich das letzte Mal in diesem Teil von San Diego schwimmen und tauchen war.

Wandertour in San Diego

Gestern Abend hatten wir beschlossen am heutigen Montag, San Diego ein wenig mehr zu erkunden. Da ich mich sowieso mal wieder sportlich betätigen wollte, passte es mir sehr gut, dass wir uns für eine Wandertour im Torrey Pines State Reserve entschieden. Also fuhren wir heute morgen dort hin, und wenn ich ehrlich bin habe ich von der Tour nicht übermäßig viel erwartet, doch ich wurde schnell eines besseren belehrt. Der Park liegt direkt an der Küste und beinhaltet verschiedene Wanderwege. Nachdem wir uns im Visitor Center kundig gemacht hatten, fingen wir an die verschiedenen Wanderwege nacheinander abzulaufen 🙂 Die Landschaft war einfach atemberaubend. Man hatte von der Küste einen super Blick auf das Meer. Die Routen führten uns sowohl an den Rand der Klippen, als auch an den Strand und durch verschiedene Canyons. Hier kann man wirklich fast einen ganzen Tag verbringen und der Tagesausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt. Auf dem Heimweg nach Pacific Beach machten wir in La Jolla halt und spazierten ein wenig an der Küste und den Coves of La Jolla vorbei. Abschließend besuchten wir dann noch ein Militärdenkmal, das auf unserem Weg lag und von dem aus man einen wunderschönen Blick über ganz San Diego hatte.

Football game

Am Samstag war es endlich so weit und ich konnte mein erstes Football Spiel in Amerika live anschauen gehen. Da San Diego keine Mannschaft mehr in der NFL hat, mussten wir uns mit einem College Spiel „begnügen“ (aber vorweg, es war trotzdem ein super Erlebnis).

Doch das erste Event am Samstag war nicht das Spiel an sich, sondern das war die Party vor dem Spiel. Amerikaner nennen das Tailgate Party, und das bedeutet, dass man sich auf dem Parkplatz vor dem Stadion trifft und zusammen grillt und das ein oder andere Bier trinkt. Normalerweise ist das in der Öffentlichkeit in Amerika ja nicht erlaubt, aber da Tailgating eine Art öffentliches Event ist, darf man es hier. Und die frühere Anreise hat sich definitiv gelohnt, diese Party muss man einfach mal gesehen haben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass einige der Leute auf dem Parkplatz nicht wirklich wegen dem Football Spiel, sondern wegen der Party davor gekommen sind.

Das Spiel fand im Qualcomm Stadion statt, das insgesamt etwas über 70.000 Plätze hat. Bis zum letzten Jahr wurde es für die NFL Spiele der San Diego Chargers verwendet, doch diese sind zu dieser Saison nach LA umgezogen. Man muss sich also mal vorstellen, dass hier ein Stadion mit 70.000 Plätzen steht, in dem eigentlich nur College Football gezeigt wird. Aber lange Rede kurzer Sinn, das Stadion war sehr imposant. Unsere Plätze waren in der Student Area des San Diego State University (SDSU) Teams. Da wir schon früh im Stadion waren, bekamen wir Plätze in der ersten Reihe (first come first serve). Die SDSU spielte gegen Stanford, und das Spiel an sich war zu Beginn nicht sooooo interessant, aber sowohl die Show vor, als auch während des Spiels, war genau so, wie man sich amerikanische Events vorstellt. Ich fand es einfach großartig, die Stimmung im Stadion war richtig gut und in der zweiten Halbzeit bekamen wir sogar richtig guten Football zu sehen.

Nachdem San Diego in den letzten Minuten durch einen Touchdown das Spiel für sich entschieden, gab es kein halten mehr, und da wir natürlich richtig gute Fans sind haben wir am Ende mit dem gesamten Stadion das Feld gestürmt 😉

Alles in allem war es eine grandiose Erfahrung. Und das nichtmal, weil ich mich sehr für Football interessiere, sondern, vor allem wegen der ganzen Show rund um das Spiel. Das muss man in Amerika einfach mal gesehen haben!

Wochenenderlebnisse in San Diego

Nach dem aufregenden und intensiven Wochenende in Los Angeles hatte ich beschlossen, das letzte Wochenende in San Diego zu bleiben, und es etwas ruhiger zu verbringen (schon vorab, es hat nicht funktioniert, da ich wieder ziemlich viel unterwegs war ;-))

Mein Wochenende beginnt im Moment ja eigentlich donnerstags ;-P, doch diesen Tag nutze ich meistens, um die Abgabeaufgaben für die Uni fertigzustellen. Freitags beschloss ich dann mit zwei deutschen Studenten (die nicht weit weg wohnen, und in deren WG ich im Moment so gut wie wohne 😉  dafür auch hier nochmal ein dickes Dankeschön an die vier :-)) ein Shopping Outlet nahe der mexikanischen Grenze auszutesten :-). Ich habe ja schon oft gehört, dass man in diesen Outlets billig und gut shoppen kann, vielleicht habe ich deshalb auch ein bisschen zu viel erwartet, aber meine Erwartungen wurden auf jeden Fall nicht erfüllt. Die Angebote in dem Outlet waren schon in Ordnung, aber es war jetzt nichts überwältigendes. Abends beschlossen wir dann ein Ale House zu testen. Dort wird „Bier“ selbst gebraut. Jedenfalls glauben die Amerikaner das :-), also, dass sie Bier brauen. Da wir verschiedene Sorten testen wollten, bestellten wir eine Bierprobe mit fünf verschiedenen Sorten. Das Resultat war wie zu erwarten nicht überragend, ein Bier war ganz ok, aber eigentlich wurden wir nur in unserer Theorie bestätigt, dass Amerikaner einfach kein gutes Bier haben 🙂

Samstags nachmittags trafen wir uns dann wieder am Strand, um uns den Sonnenuntergang in San Diego bei einem gemütlichen Picknick im Sand anzuschauen. Das ist hier wirklich richtig schön und eigentlich sollte man das jeden Abend machen… Abends gingen wir dann noch für ein paar Drinks in eine Bar. Auch hier sind die Amerikaner etwas komisch. Generell kommt man in jede Bar erst ab 21 Jahren rein (das ist gar nicht so schlecht, also natürlich nur, wenn man über 21 ist :-)) und alle Bars und Clubs schließen bereits um 2 Uhr morgens. Deshalb gehen die Amerikaner auch immer schon um 7 Uhr weg 😉

Sonntags war dann wirklich mal ein etwas ruhigerer Tag und wir besuchten lediglich abends ein brasilianisches Fest, auf dem es leckere Sachen zu Essen gab (für mich immer wichtig ;-)) und Musik gespielt wurde.

Also wie man wahrscheinlich merkt, ist es in San Diego nicht so schwer ein schönes Wochenende zu verbringen und es war auf jeden Fall entspannter als in Los Angeles 🙂 Aber genau das macht San Diego aus!

Wochenendtrip nach Los Angeles

Am Wochenende einfach mal nach Los Angeles fahren, das wäre doch super! Genau so haben ich und vier weitere deutsche Studenten (die im Moment alle in San Diego sind), gedacht und deshalb haben wir letzte Woche relativ kurzfristig beschlossen nach LA zu fahren. Am Freitag morgen ging es schon früh mit dem Auto los, sodass wir nach unserer Ankunft noch Zeit hatten etwas in der Stadt zu unternehmen. Was wir nicht so ganz bedacht hatten war, dass dieses Wochenende in LA ziemlich heißes Wetter gemeldet war, aber dazu später mehr. Die Fahrt funktionierte besser als ich gedacht hätte und wir standen so gut wie gar nicht im Stau. In der Stadt angekommen erkundeten wir zunächst den Hollywood Boulevard, das Chinese Theater und das Dolby Theater, da auch unser Hostel direkt am Walk of Fame lag. Nachdem wir dort eingecheckt hatten ging es mit dem Auto nach Beverly Hills. Auf dem Rodeo Drive fühlte ich mich mit meinem Subaru zwar ein wenig Fehl am Platz, doch das vorbeischlendern an den Geschäften (nachdem das Auto geparkt war, was by the way in ganz LA nicht ganz so einfach ist :)) entschädigte für alles 🙂 Man kann zwar als Normalsterblicher wahrscheinlich keines dieser Geschäfte überhaupt betreten, aber allein den Flair von Beverly Hills fand ich super 🙂 Danach ging es weiter zum Getty Center, von dem wir uns eigentlich nicht so viel erhofft hatten, da es sich laut den Beschreibungen um ein Museum für amerikanische und europäische Kunst handelt. Aber um wenigstens ein bisschen Kultur mitzubekommen dachten wir uns, schauen wir mal vorbei. Und wie das oft so ist, entpuppte sich das Getty Center als richtig schön, denn von dort aus hatte man zum Beispiel eine grandiose Sicht über ganz LA. Außerdem war das Gelände um das Museum herum sehr ansehnlich gestaltet. Von dort aus ging es weiter nach Santa Monica, da wir uns nach etwa 9 Stunden seit der Abfahrt aus San Diego schon wieder ein wenig nach dem Meer sehnten 😛 Nicht weit vom Strand fanden wir dann eine Cheesecake Factory in der wir über den Dächern von Santa Monica zu Abend aßen (die cheesecakes sind wirklich nur zu empfehlen :)), um anschließend noch durch die hell beleuchtete Fußgängerzone zu spazieren. Danach ging es zurück zum Hostel, da es doch ein ziemlich langer Tag gewesen war. Und hier war jetzt eigentlich der einzige Punkt an dem gesamten Wochenende, der nicht absolut perfekt war. Unser Hostel lag zwar sehr zentral, hatte jedoch keine Klimaanlage und es waren das ganze Wochenende über gefühlt immer um die 35 Grad 🙂 aber man kann im Leben auch nicht immer alles haben 🙂 ich meine wir haben ein Wochenende mit durchgehend Sonnenschein und deshalb ist das eigentlich schon jammern auf sehr hohem Niveau (vor allem weil wir uns in unserem Hostel eigentlich nur zum Schlafen aufgehalten haben).

Am zweiten Tag wanderten wir dann morgens zum Runyon Canyon Park. Dort frühstückten wir, um anschließend auf einen ziemlich hohen Berg hochzuklettern. Also ich weiß nicht genau wie hoch er war, aber man konnte von seiner Spitze aus über ganz Hollywood und LA schauen. Die Aussicht war überragend und entschädigte ein wenig für die Tortur des Aufstiegs bei gefühlten 40 Grad im Schatten 🙂 Anschließend fuhren wir zu einem Farmers Market, um uns nach der Wandertour zu stärken. Nachdem wir dann noch in die Nähe des berühmten Hollywood Schriftzuges gefahren waren, um das obligatorische Touristenfoto zu machen, war der Tag auch schon wieder vorbei. Da es in unseren Zimmern im Hostel immer noch ziemlich warm war, beschlossen wir noch ein wenig das Nachtleben in Hollywood unter die Lupe zu nehmen (natürlich nur weil es in den Zimmern so warm war). Fazit des Abends, in Hollywood kann man sehr gut feiern gehen, man sollte jedoch auf die richtig Kleidung achten 🙂 (ist was anderes als in St. Wendel wegzugehen).

Sonntags checkten wir dann in der Früh aus unserem Hostel aus und fuhren nach einem kurzen Besuch im Hard Rock Café, nach Venice Beach. Dort erholten wir uns in der Sonne vom Abend vorher, um uns anschließend noch den Muscle Beach (übersetzt Muskel Strand :)) anzuschauen. Auf unserem Heimweg wählten wir zunächst nicht die schnellste Route, sondern fuhren teilweise über den Pacific Highway Number One, auf dem man die meiste Zeit einen sehr schönen Blick auf die Küste und das Meer hat. Ausklingen ließen wir den Tag dann in einem Restaurant in San Diego.

Alles in allem war es ein superschöner und gelungener Trip nach LA. Ich hatte von der Stadt nicht übermäßig viel erwartet, da ich bisher nicht viel Gutes darüber gehört hatte, doch ich muss sagen, dass ich sehr positiv überrascht bin. Man muss dazusagen, dass es ohne Auto wahrscheinlich nicht halb so schön gewesen wäre, da die Dimensionen der Stadt für uns Deutsche nicht vorstellbar sind.