Bankkonto

Eine meiner ersten Handlungen in den USA war es, ein Bankkonto zu eröffnen. Ich musste das machen, da die Stipendienleistung von Fulbright nur auf ein amerikanisches Dollarkoto überwiesen werden kann. Doch darüber hinaus würde ich das jedem empfehlen, der längere Zeit in den USA verbringt. Ich hätte nie gedacht, dass es hier so einfach wäre ein Konto zu eröffnen, doch bereits 20 Minuten nach Betreten der Bank of America war ich stolzer Besitzer eines Checkings Kontos und einer Debit Card 🙂 Ich musste lediglich meinen Reisepass vorzeigen und eine andere Kreditkarte als Legitimation. Nach der Eröffnung des Kontos musste ich mindestens 20 Dollar in bar auf das Konto einbezahlen und fertig war ich.

Die letzten Tage

Seit fast einem Jahr wusste ich nun, dass ich im Sommer 2017 nach San Diego gehen würde. Die letzten Tage vor dem Abflug kamen dann jedoch trotzdem schneller als gedacht. Ich wurde in der Zeit oft gefragt, ob ich aufgeregt sei, doch eigentlich war ich das nicht wirklich. Vielleicht lag das auch daran, dass ich mich gut vorbereitet fühlte auf die Reise. Ich hatte ein Zimmer bei einer Familie gefunden (das ich auf Grund der super Lage mieten musste), der Koffer war gepackt, das Visum rechtzeitig angekommen und der Flug gebucht. Also konnte es losgehen.

Der Flug

Mein Trip nach San Diego begann am 07.08 um 05:30 Uhr. Eigentlich viel zu früh aber was nimmt man nicht alles in Kauf… Mein Flieger ging um 12:20 Uhr ab Frankfurt. Dass ich in den nächsten 9 Monaten viel Neues erleben würde, war mir klar, doch dass das bereits in Deutschland beginnen würde, hatte ich nicht wirklich erwartet. Wenn man aber das erste Mal vor einem Flugzeug steht, das für mehr als 300 Leute Platz hat, ist das schon beeindruckend (da bin selbst ich nebendran klein). Das zweite Highlight folgte dann gleich während des Fluges mit dem Mittagessen an Bord. Es gab Chicken oder Pasta, wobei ich stark vermute, dass es ein und dasselbe war, denn meine Nudeln hätten auch gut und gerne Hühnchen sein können. Wobei man dazu sagen muss, dass es nicht wirklich schlecht geschmeckt hat, es hat einfach nach gar nichts geschmeckt. Da ich noch eine Zwischenlandung in Washington hatte, dauerte mein erster Flug nur rund 9 Stunden. Die gingen auf Grund des Entertainment Programms von United Airlines auch relativ schnell rum. In Washington angekommen musste ich die ominöse Einreise in die USA tätigen. Eigentlich hatte ich es mir spektakulärer vorgestellt… das einzige was spektakulär war, war die Wartezeit. Ich stand mindestens zwei Stunden an der Passkontrolle und nochmal gut eine halbe Stunde an der Zollkontrolle, die man sich wie den Security Check an einem Flughafen vorstellen kann. So etwas hatte ich zwar in Frankfurt schon durchlaufen, aber wahrscheinlich trauen die Amerikaner einfach niemandem. Ich hätte auch sicher meinen Anschlussflug von Washington nach San Diego verpasst (trotz 3 Stunden Umsteigezeit), doch ich hatte das Glück, dass mein Inlandsflug zwei Stunden Verspätung hatte. Nachdem ich dann letztendlich in San Diego angekommen war, nahm ich mir ein Taxi zu meiner Wohnung und erreichte diese um 23:00 Uhr. Eigentlich gar nicht so schlimm von 05:30 Uhr bis 23:00 Uhr, wären da nicht noch neun Stunden Zeitunterschied. Insgesamt war ich also rund 26,5 Stunden unterwegs. Dementsprechend froh war ich dann auch, als mir die Tür zu meiner Wohnung aufgemacht wurde und ich mich in mein Bett fallen lassen konnte.