Nachdem ich im Januar einige Reisen gemacht habe, machte ich Anfang Februar genau dort weiter, wo ich zuvor aufgehört hatte 🙂 . Relativ kurzfristig hatte ich Anfang des Jahres mit Raphael beschlossen, dass New Orleans ein gutes Reiseziel wäre, da wir in dieser Region von Amerika noch nicht gewesen waren und uns diese Stadt alleine vom Namen her reizte.
Also machten wir uns Freitag nachmittags auf den Weg und kamen nach einem Zwischenstopp in San Antonio gegen Abend in New Orleans an. Der Flug an sich war schon ganz lustig, da es wie eine Busreise war. Wir mussten in San Antonio das Flugzeug nicht wechseln und konnten sitzen bleiben, wie in einem Bus 🙂 . Das habe ich bisher noch nie so erlebt, allerdings ist das in Amerika wohl üblich. In New Orleans nahmen wir ein Uber zu unserem AirBnB. Auf der Fahrt tauschten wir uns mit dem Fahrer aus und er erzählte uns zum Beispiel, dass die Stadt als Las Vegas des Südens gilt (das hörten wir natürlich gerne 😉 ). Außerdem erzählte er uns, dass wir in einem sehr guten Viertel untergebracht wären, aber dazu später mehr. Das AirBnB war richtig gut und wir hatten eigentlich eine eigene Wohnung mit separatem Eingang für uns.
Samstags morgens starteten wir dann im French Quarter. Dieses ist sehr bekannt für seine Architektur. Unsere Wohnung war etwa 10 Minuten mit dem Auto entfernt und während der Fahrt sind mir zwei Sache aufgefallen: Zum Ersten ist die Architektur eines jeden Hauses in New Orleans genau so, wie man es sich aus Filmen vorstellt. Es gibt immer eine Veranda vor den freistehenden Häusern und alleine das macht schon den Flair der Stadt aus. Zweitens waren ich froh, dass wir nicht ein paar Blöcke weiter in Richtung des French Quarter wohnten, denn dort fühlte man sich wirklich nicht sicher. Nicht nur, dass die Häuser dort sehr heruntergekommen waren, auch den Gestalten in den Straßen wollte man glaube ich eher weniger begegnen. Deshalb konnte ich den Uber Fahrer vom Abend vorher verstehen und merkte, dass es in New Orleans bei der Unterkunft Suche wirklich sehr wichtig ist, sich das Viertel anzuschauen. Angekommen im French Quarter spazierten wir umher und genossen das Flair der Stadt. Dort findet man neben super schönen Häuser, sehr viele Restaurants, Bars und kleine Shops. Die Straßen waren morgens noch nicht wirklich belebt und je später es wurde, desto mehr füllte sich das Viertel und desto mehr erwachten die Bars zum Leben. Neben dem Jackson Square und einem super Blick auf den Mississippi findet man im French Quarter auch jede Menge Wahrsager und Straßenmusikanten. Gegen Abend suchten wir uns dann eine Kneipe in der Bourbon Street, in der Live Musik gespielt wurde. Uns wurde ziemlich schnell klar, dass man in New Orleans das Leben wirklich genießen kann 🙂 . Wir hatten aber auch viel Glück gehabt, denn nächstes Wochenende ist Mardi Gras (das Äquivalent zu unserer Fastnacht). Das bedeutet, dass schon jetzt viele Leute in der Stadt waren, es Paraden gab und jeder verkleidet war. Außerdem war es (neben Las Vegas) das erste mal erlaubt ein Bier in der Straße zu trinken. Also kann man wirklich sagen, dass es sich bei New Orleans um das Las Vegas des Südens handelt.
Am nächsten Tag besuchten wir das National World War 2 Museum. Dieses ist eines der größten Musen der Welt und man kann hier mindestens einen ganzen Tag verbringen. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und es war richtig interessant so viele Informationen über den zweiten Weltkrieg an einem Ort zu finden. Nachdem unser Museumslimit erreicht war fuhren wir wieder zum French Quarter und suchten uns eine Bar in der wir den Super Bowl verfolgen konnten. Ich hatte mich seit Wochen auf dieses Event gefreut und es war wirklich ein Erlebnis das Finale der Football Liga in Amerika zu schauen (natürlich wäre es noch besser gewesen in Minnesota beim Finale zu sein, aber man kann nicht alles haben 🙂 ).
An unserem dritten Tag in New Orleans besuchten wir neben dem Luis Amstrong Stadtpark auch noch den New Orleans Cemetry No. 3. Dabei handelt es sich um einen Friedhof, doch nicht um einen gewöhnlichen. Die Stadt ist bekannt und berühmt für ihre Mausoleen. Weil der Boden hier zu nass ist, um Leichen zu vergraben, hat man in der Vergangenheit begonnen die Toten überirdisch zu beerdigen. Heute kann man diese Friedhöfe besichtigen und bestaunen. Es war wirklich atemberaubend. Anschließend fuhren wir zum Garden District. Dort findet man super schöne Häuser, zum Beispiel hat Sandra Bullock hier ihr haus oder wir besichtigten das Haus, in dem „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ gedreht wurde. Ausklingen ließen wir den Tag wieder im French Quarter.
Am nächsten Tag traten wir denn die Heimreise nach San Diego über Austin an.
Alles in allem war es ein super super super schönes Wochenende in New Orleans. Die Stadt ist definitiv einen Besuch wert. Ich hätte es mir niemals so schön vorgestellt und es ist wirklich meiner Meinung nach die bessere Version von Las Vegas 🙂
